Pfiffige Ideen zum Selbermachen von Blumenampeln

Hängendes Obst an der Haustüre

Um in Zukunft leckere Erdbeeren zu essen, musst Du ab sofort nicht mehr in den Garten gehen, sondern kannst die Beeren direkt vor der Haustüre oder auch auf dem Balkon pflücken.

Hängende Erdbeeren sind nämlich nicht nur lecker, sondern gleichzeitig auch ein toller Blickfang. Um eine Blumenampel mit diesen Früchten zu gestalten, benötigst Du nur Keramiktöpfe, Blumenerde, Schnur und natürlich die Erdbeeren.

Blumenampeln bepflanzen

Nachdem Du die Erdbeeren in den Topf gepflanzt hast, wird aus der Schnur eine Blumenampel gehäkelt. Das geht ganz einfach, indem Du drei gleich lange Ketten häkelst, und diese unten miteinander verknotest.

Dort hinein kommt der Keramiktopf und nun musst Du nur noch die oberen Enden zusammenknoten und kannst die erste Blumenampel schon aufhängen. Hängende Erdbeeren werden wie normale Erdbeeren im Beet gegossen und welke Blätter abgezupft.

Bei der Auswahl der Keramiktöpfe kannst Du ganz individuell entscheiden, allerdings sollte der Topf groß genug sein, damit die Erdbeeren auch gut wurzeln können.

Minitomaten aus dem Topf

Bei Minitomaten ist nicht nur der Anblick, sondern auch der Geruch der Minitomaten ein Erlebnis. Die Minitomaten werden in Keramiktöpfe gepflanzt und sollten ein sonniges Plätzchen bekommen.

Zum Häkeln der Blumenampel kannst du eine Schnur, dicken Bast oder sehr feste Wolle verwenden. Zur Dekoration kannst Du in die einzelnen Stränge der Blumenampel auch ein paar Knoten machen oder dicke Holzperlen aufziehen.

Damit die Blumenampel stabil wird, solltest Du mit einer dicken Nadel häkeln und Bast oder Wolle gegebenenfalls doppelt nehmen.

Mit Hängepflanzen dekorieren

Hängeblumen ziehen viele Blicke auf sich. Bereits von Weitem sieht man es in der Luft blühen. Hängende Erdbeeren, Himbeeren oder andere Obstsorten sind wundervolle Dekorationen für die Terrasse, den Balkon oder den Eingangsbereich direkt an der Haustür.

Bei der Wahl der Keramiktöpfe kannst Du ganz nach den eigenen Wünschen entscheiden, es ist nur wichtig, dass Du einen großen Topf nimmst. Die Pflanze wächst in diesem Topf, schlägt Wurzeln und braucht daher ausreichend Platz.

Blumenampeln häkeln

Auch die Blumenampel kannst Du selbst gestalten. Du kannst die Blumenampel aus Bast, Wolle oder einer gefärbten Schnur herstellen.

Auch beim Häkeln gibt es keine besonderen Dinge zu beachten, außer dass Du am Oberen Ende eine Öse anbringen musst, um die Blumenampel aufzuhängen, und die unteren Enden gut miteinander verknoten musst.

Die Blumenampel kannst Du mit Perlen verzieren oder auch mit kleinen Holzelementen, Muscheln und anderen Accessoires verschönern.

Kreatives Gestalten

Mit ein bisschen wasserfester Farbe kannst Du natürlich auch die Keramiktöpfe selbst bemalen und so zum Beispiel eine Blumenampel nach einem ganz bestimmten Motto herstellen.

Hängende Erdbeeren sehen in einem rot-weiß gestreiften Topf mit einer roten Hängeampel sehr schön aus. Wenn Du die Hängeampel aus rotem Bast häkelst, kannst Du diese anschließend mit kleinen weißen Stoffblüten bekleben.

Knoten statt Häkeln

Du kannst die Hängeampel für Minitomaten, hängende Erdbeeren oder andere Pflanzen nicht nur häkeln, sondern auch aus Knoten herstellen. Allerdings müssen es immer mindestens drei Schnüre sein, damit der Topf in der Blumenampel Halt bekommt.

Damit sich in den Töpfen das Wasser nicht staut und es zu keiner Schimmelbildung kommt, achte darauf, dass Du Keramiktöpfe mit einem Loch im Boden kaufst. So kann überschüssiges Gießwasser ablaufen und Deine Blumenampeln bleiben sehr lange prachtvoll.

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Eine Pergola im Garten

Was ist eine Pergola?

Eine Pergola ist eine Konstruktion, die zumeist aus Holz besteht und sich aus waagerecht verlaufenden Trägerteilen und senkrechten Pfosten zusammensetzt. Die Pergolen lassen sich prima als Rankgerüst für die verschiedensten Kletterpflanzen nutzen.

Sie sind so gestaltet, dass Du Dich in ihrem Innern aufhalten kannst und dabei unter freiem Himmel von den berankten Balken umgeben bist. Reiht man mehrere Pergolen aneinander, so entsteht ein Laubengang, der beispielsweise als Verbindung vom Haus zum Garten dient.

Eine Pergola kann sowohl freistehend im Garten als auch am Haus angebracht werden. Ebenso ist eine Errichtung auf der Terrasse möglich.

Wozu eine Pergola?

Eine Garten-Pergola erfreut das Auge und steigert den optischen Wert des Gartens. Außerdem bietet sie dem Gartenbesitzer einen sehr angenehmen Platz zum Verweilen. Gerade in der Sommerhitze dienen sie dabei vor allem als Schattenspender.

Außerdem fungieren die Rankengitter als Sichtschutz und schaffen somit ein heimeliges Ambiente im Garten.

Die Geschichte der Garten-Pergola

Die Garten-Pergola ist eine Erfindung aus dem Mittelmeerraum, wo sie bereits seit mehreren Jahrhunderten die Menschen vor der Sonnenglut schützt und auch heute noch an nahezu jedem Haus oder in jedem mediterranen Garten zu finden ist.

Pergolen gab es schon in den prachtvoll angelegten Gärten der Römer. In der Renaissancezeit kamen die Pergolen und Lauben schließlich auch in Mitteleuropa in Mode.

Die Gestaltung der Pergola

Pflanzen an Pergola

Mediterran: bewachsene Pergola

Pergolen lassen sich mit den diversesten Rankpflanzen begrünen, zum Beispiel mit Efeu, mit Blauregen, mit Goldregen oder mit Rosen. Außerdem kannst Du an dem Gerüst auch sehr gut Topfhängepflanzen befestigen.

Hierzu eignen sich zum Beispiel Hängegeranien sehr gut. Nach Möglichkeit solltest Du die Garten-Pergola ausreichend groß genug gestalten, so dass noch Platz für einen Tisch und die dazugehörigen Stühle bleibt.

Eine Garten-Pergola ist insbesondere im Sommer ein ausgezeichneter Platz zum Essen und Feiern. Des Weiteren lassen sich an den Pergolen auch Lampions, Lampen und Lichter befestigen.

Die verschiedenen Modelle

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Pergolen, die sich unter anderem auch auf Grund ihrer Materialien voneinander unterscheiden. So bestehen zwar die meisten Pergolen aus Holz, aber auch das Angebot an Kunststoff- und Metallprodukten ist sehr groß.

Auch hinsichtlich der Form und der Größe bestehen teils sehr große Unterschiede. So kann zum Beispiel der Rosenbogen als kleinste Variante einer Garten-Pergola bezeichnet werden.

Pergolen können außerdem rechteckig, vieleckig, rund, geschlossen oder offen angeordnet sein. Sie können des Weiteren freistehend im Garten aufgestellt oder aber an der Hauswand befestigt werden.

Pergolen aus dem Internet

Pergolen kannst Du nicht nur in gut sortierten Gartenfachgeschäften und Baumärkten erwerben. Du findest auch im Internet eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Modellen und Größen, vom einfachen Rosenbogen bis hin zur mit Ranken überdachten Sitzgruppe aus Holz, Metall oder Kunststoff.

Eine große Auswahl bester Rankhilfen und Rosenbögen findest Du im Gartenwelt.de-Shop »

Wenn Du Dich für eine klassische Sitzgruppe aus Holz interessierst, dann könnte das Modell Roxane A genau das Richtige für Dich sein. Die 3,52 Meter breite, 72 Zentimeter tiefe und 2,20 Meter hohe Pergola ist aus einem kesseldruckimprägnierten Kiefern-, beziehungsweise Fichtenholz gefertigt.

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Mischkultur mal anders

Sieht gut aus und schmeckt auch so

Es gibt viele Gemüse und vor allem Kräuter, die nicht nur in der Küche eine gute Figur machen, sondern auch im Ziergarten zu einer originellen Gestaltung verhelfen können. Und gerade wenn Du wenig Platz hast oder die Sonnenplätze – die Gemüse meistens braucht – im Garten rar sind, kannst Du so das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Sicher macht Dich diese Art des Gemüseanbaus nicht gleich zum Selbstversorger, aber die eine oder andere Gemüsebeilage wirst Du sicher ernten können und frische Kräuter stehen Dir so (fast) das ganze Jahr zur Verfügung, ohne dass Du auf Blumenbeete verzichten musst.

Schönes Gemüse

  • Topinambur (Helianthus tuberosus)
  • Blüten des Topinambur

    Ähnlich der Sonnenblume: Topinamburblüten


    Wenn man diese mit der Sonnenblume verwandte Pflanze sieht, möchte man nicht glauben, dass sie überhaupt einen Platz in der Küche beansprucht und nicht nur als dekorative Staude für den Ziergarten geeignet ist. Doch die Wurzelknollen der Topinambur sind roh und gegart essbar. Und essen respektive ernten solltest Du sie auch, denn diese Pflanze vermehrt sich gern. Wenn Du immer einige Knollen in der Erde lässt, kannst Du jedes Jahr wieder ernten.

  • Mangold
  • Mangold scheint auf den ersten Blick nicht zur Kategorie „schmackhaft und schön“ zu gehören, doch von diesem leckere Gemüse gibt es Sorten mit weißen, gelben, orangen, roten und kräftig rosa gefärbten Blattstielen, die Farbe ins Beet bringen. Mangold ist gut aus Samen zu ziehen. Wenn Du immer nur die äußeren Blätter entfernst und das Herz stehen lässt, kannst Du bis in den späten Herbst hinein ernten, denn Mangold verträgt auch leicht Fröste; mit einer dicken Schicht aus Laub kann Mangold sogar milde Winter überdauern.

  • Feuerbohnen (Phaseolus coccineus)
  • Feuerbohnen sind das Gemüse für die dritte Dimension. Wenn Du ihnen eine Rankhilfe zur Verfügung stellst, erklimmen sie diese binnen kürzester Zeit und blühen reichlich. Wenn Du regelmäßig die Bohnen erntest, werden über einen längeren Zeitraum immer neue Blüten angesetzt. Auch sehr dekorativ: Stangenbohnen, deren Früchte farbige Hülsen haben (beispielsweise die Sorte ‘Blauhilde’).

  • Fenchel (Foeniculum vulgare)
  • Fenchel ist für den Hobbygärtner in den Varietäten als Gemüsefenchel (Knollenfenchel) und als Gewürzfenchel interessant. Den höheren Zierwert hat der Gewürzfenchel, von dem es auch in eine rotlaubige Sorte (Foeniculum vulgare ‘Rubrum’, Bronzefenchel) gibt. Das filigrane Laub und die zarten Blüten machen den mehrjährigen und sich versamenden Fenchel zu einem idealen Rosenbegleiter; in der Küche sind sowohl die Art als auch die Sorte gleichermaßen zu verwenden.

Blühende Kräuter

  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Schnittlauch ist einfach zu kultivieren, mehrjährig und macht sich besonders gut als Beeteinfassung. Die lila Blüten sehen nicht nur im Beet gut aus, sondern verschönern auch Deinen Salat. Nach der Blüte solltest Du Deinen Schnittlauch bis auf ungefähr zwei Zentimeter schneiden, dann treibt er frisch aus. Wenn Du nicht alle Pflanzen auf einmal schneidest, kannst Du Schnittlauch während der Vegetationsperiode ununterbrochen ernten. Ältere Pflanzen können problemlos im Frühjahr geteilt und neu eingepflanzt werden.

  • Salbei (Salvia)
  • Salbei ist eine Pflanzengattung, aus der viele nicht „küchentaugliche“ Arten dank ihrer kräftig gefärbten Blüten den Weg in den Ziergarten gefunden haben. Doch auch der Echte Salbei (Salvia officinalis) hat wunderschöne blaue Blüten zu bieten und ist zudem noch als Gewürz und Heilkraut (Tee) zu verwenden. Neben Salvia officinalis, der winterhart ist, gibt es noch andere, bei uns nicht winterharte Arten, die ein besonderes Aroma besitzen wie beispielsweise den Ananassalbei (Salvia elegans, Synonym S. rutilans).

  • Oregano (Origanum vulgare)
  • Oregano hat wohl seine Berühmtheit der Verwendung als Pizzagewürz zu verdanken. Dieses mehrjährige und absolut winterharte Kraut bietet aber nicht nur dem Liebhaber der italienischen Küche ein würziges Geschmackserlebnis, sondern ist mit seinen vielen kleinen rosa Blüten, die in Büscheln zusammen stehen, für Schmetterlinge und andere Insekten ein Magnet. Doch Vorsicht bei wenig Platz! Origanum vulgare breitet sich durch Ausläufer aus und versamt sich gern. Deshalb besser vor der Samenreife schneiden oder in einen Topf pflanzen.

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Was bei der Haltung von Hühnern zu beachten ist

Hühner in der Garten Haltung

Huhn am Stall

Huhn am Stall

Hühner brauchen zum Leben einen Stall und einen Freilauf. Der Stall muss sauber, trocken und hell sein. Der Freilauf wird mit Maschendraht seitlich und nach oben begrenzt. Darüber hinaus lieben die Hühner auch einen gelegentlichen Freigang ins Gelände, da sie gerne frisches Gras aufpicken.

Dies sollte aber unter Aufsicht geschehen, weil auffliegende einzelne Vögel sonst vielleicht im Garten des Nachbarn landen, was finanzielle und rechtliche Konsequenzen haben kann. Außerdem muss man die Tiere vor Raubvögeln und Wildtieren, wie Fuchs oder Marder, schützen.

Hühner werden beim ersten Lichtschein am Morgen wach, dann wollen sie auch gerne ins Freie, was unter Umständen viel Lärm macht, auch der Hahn kündigt schon recht früh und nachhaltig den Tagesbeginn an. Für die Garten Haltung von Hühnern ist es daher gut, wenn man tolerante Nachbarn hat.

Hühner Futter

Besonders anspruchsvoll beim Futter sind Hühner nicht, sie fressen eigentlich alles, was so als kompostierbarer Küchenabfall entsteht, besonders gerne auch frisches Grün. Um aber eine gesunde Verfassung der Vögel zu erhalten, sollten sie mit Alleinfutter oder Teilfutter für Legehennen versorgt werden.

Futter für Hühner

Hühnerfutter: Körnermischung

Dieses enthält lebenswichtiges Getreide wie Weizen und Maisschrot, auch ein Vitamin- und Mineralpräparat ist, vor allem im Winter, nützlich. Besonders günstig sind Futter- und Wasserautomaten, bei denen immer nur soviel abgegeben wird, wie vorher verbraucht wurde. So bleiben Futter und Wasser immer frisch und sauber. Auf genau dieses saubere und frische Wasser, vor allem kühles Wasser im Sommer, muss ganz besonders geachtet werden, die Vögel kommen nicht lange ohne aus.

Stallreinigung

Der Stall sollte stets sauber gehalten werden, um Krankheiten zu vermeiden. Auch muss er von Zeit zu Zeit desinfiziert und gekalkt werden, um Ungeziefer entgegen zu wirken. Auf viel Licht und eine gute Belüftung ist ebenso zu achten, wobei aber kein Durchzug aufkommen sollte.

Hühnerstall

Ordnung und Sauberkeit im Hühnerstall

Das Ungeziefer von Hühnern verträgt in der Regel kein Licht. Der Boden des Stalls wird mit einer Schicht Stroh, Heu, Erde, Sand oder Rindenmulch bedeckt, diese sollte alle zwei bis vier Wochen ausgetauscht werden.

Im Winter sollte die Schicht besonders dick sein, da die Tiere zur täglichen Reinhaltung ihres Gefieders im Sand baden. Wenn sie dies aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht draußen tun können, benötigen sie das Bad im Stall.

Durch ein Kotbrett, das man hinter und unterhalb der Sitzstangen platziert, hat man den Vorteil dass die Einstreu länger sauber bleibt. Die Vögel verlieren den größten Teil des Kots in der Nacht. Das Kotbrett kann man alle zwei bis drei Tage entnehmen, säubern und wieder anbringen.

Krankheit und Impfung

Hühner müssen gegen Geflügelpest geimpft werden, dies geschieht viermal im Jahr über das Trinkwasser. Um Krankheit vorzubeugen, sind die vorgenannten Maßnahmen für Unterbringung und Nahrung zu treffen.

Die Vögel brauchen einen angemessenen Lebensraum, mit ordentlich geführtem Stall und genügend Freilauf. Auf ein Huhn sollten drei Quadratmeter Freiland kommen. Zum Eierlegen benötigen die Hennen ein Nest, welches etwas abgelegen und verdeckt im Stall sein soll, fünf Hennen brauchen etwa zwei Nester.

Der Brutort sollte gut ausgestattet sein – am besten eignet sich ein Europa-Nest. Dieses bietet den Vorteil, dass es nur eine Henne besetzen kann. Erst wenn sie das Nest wieder verlassen hat, kann eine andere Henne es nutzen, was Streitigkeiten unter den Hennen umgeht. Zusätzlich wird das gelegte Ei durch eine besondere Vorrichtung sofort entfernt. Dadurch wird vermieden, dass die Henne ihr Ei selbst auffrisst.

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Hühner im Garten – Wichtige Vorbereitungen

Rechtliche Vorschriften

In den Zeiten der Vogelgrippe sind Vorschriften zur Hühnerhaltung erlassen worden – es besteht hier eine Anzeigepflicht. Der Besitzer muss dafür in einem Meldebogen die Anzahl der Tiere der Behörde mitteilen und erhält dann eine Betriebsnummer.

Dann folgt ein Gebührenbescheid, der etwa 5 Euro Verwaltungsgebühr pro Huhn im Jahr fordert. Die Tiermengen-Meldung muss jedes Jahr erfolgen. Außerdem besteht für Hühner eine Impfpflicht, zur Vorbeugung der Geflügelpest.

Diese führt man viermal im Jahr mit der Zugabe zum Trinkwasser aus. Eine Hühnerhaltung darf nur in Gebieten mit teilweise ländlicher Nutzungserlaubnis erfolgen, in Wohngebieten ist sie grundsätzlich nicht erlaubt.

Es ist auch zu beachten, dass die Hühnerhaltung die Nachbarn nicht stören darf. Dies betrifft sowohl Lärm wie auch Geruch und das Einfliegen von Hühnern in fremde Gärten.

Der Stall

Freilauf

Freilauf im Garten

Für die Hühnerhaltung braucht man einen Stall und ein Freigehege. Die Unterkunft sollte hell, trocken, warm und sauber sein und sich außerdem gut belüften lassen. Für fünf bis sieben Tiere benötigt man einen Stall mit wenigstens vier oder mehr Quadratmetern Platz.

Dieser liegt am besten in der Nähe des Wohnhauses und möglichst weit von den Nachbarn entfernt, da sowohl die Hennen wie auch ein Hahn ziemlichen Lärm machen können.

Im Winter sollte der Stall über eine dickere Schicht Einstreu aus Stroh, Heu, Erde, Mulch oder Sand verfügen, da die Tiere tagsüber gerne im Staub baden, was ein wichtiger Bestandteil ihrer Körperpflege ist.

Außerdem ist das Scharren für sie von erheblicher Bedeutung. Der Stall sollte auch über Sitzstangen verfügen, etwa 20 bis 30 Zentimeter pro Huhn. Im Stall sind Futter- und Wasserautomaten von Vorteil.

Ebenso brauchen die Hühner Nester zum Eierlegen, es eignen sich dafür Europa-Nester sehr gut, das Ei wird bei diesen Nestern gleich nach dem Legen entfernt und es kann immer nur eine Henne zur Zeit das Nest besetzen.

Das Gehege

Hühner brauchen zusätzlich einen Auslauf ins Freie, am besten in den Garten, dafür benötigt man etwa drei Quadratmeter Platz pro Huhn.

Der Auslauf sollte mit einem engmaschigen Zaun umgeben werden und von oben auch mit Maschendraht abgedeckt sein, um eventuell auffliegende Tiere zurückzuhalten und das Eindringen von Raubvögeln zu verhindern.

Der Hahn

Hahn

Lautstark im Garten: krähender Hahn

Die Hühner brauchen streng genommen keinen Hahn, die Hühnerhaltung mit einem Hahn ist jedoch artgerechter. Der Hahn erfüllt soziale Funktionen, er schlichtet bei Streitigkeiten der Hennen und übernimmt auch die Bewachung der Herde.

Vor Greifvögeln warnt der Hahn die Hennen, notfalls stürzt er sich auch mutig in den Kampf. Der Hahn bewirkt insgesamt eine Harmonisierung der Hühnerschar. Auf einen Hahn sollten mindestens sechs Hennen kommen.

Die Hühner

Hühner

Freilaufende Hühner im Garten

Besonders robuste Hühner-Rassen eignen sich gut für Einsteiger, dies sind beispielsweise Sorten wie Sussex, Cochin oder Plymouth Rock. Wichtig ist vor allem die Quelle, über die man die Vögel bezieht.

Optimal ist der Erwerb beim örtlichen Geflügel-Züchterverein, dort ist die Garantie dass die Tiere gesund sind am größten, außerdem hat man auch gleich fachlich versierte Hühnerzüchter in der Nähe, die man im Zweifelsfall um Rat fragen kann.

Wenn die Hühner in guter Verfassung sind, kann ein Huhn etwa fünf bis sieben Eier pro Woche legen, unabhängig davon ob ein Hahn zur Herde gehört oder nicht. Artgerechte Hühnerhaltung erlaubt den Tieren den Auslauf ins Freie, auch wenn es nur im Gehege ist.

Es sollten wenigstens sechs Hennen und ein Hahn beieinander sein um die sozialen Bedürfnisse der Vögel abzudecken, da die Vögel ein starkes Sozialverhalten pflegen.

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Mit Narzissen und Hyazinthen antike Sagengestalten pflanzen

Die Sage von Narziss und Echo…

Die Sage um die Nymphe Echo und den schönen Jüngling Narziss erzählte man sich in verschiedenen Varianten im antiken Griechenland, bei uns bekannt wurde sie durch den römischen Dichter Ovid:

Die Nymphe Echo wurde von Hera bestraft, weil sie diese durch viele Erzählungen davon abhielt, Zeus bei amourösen Abenteuern zu ertappen. Heras Strafe war hart: Echo würde nie wieder selbst reden, sondern fortan nur noch einige Silben dessen wiederholen können, was sie zuvor von ihrem Gegenüber gehört hatte. Traurig und verzweifelt zog sich Echo daraufhin in einen Wald zurück.
Dort begegnete sie eines Tages dem wunderschönen Jüngling Narziss, in den sie sich unsterblich verliebte. Er aber wies sie zurück, weil ihre Reden, die ja nur seine eigenen Worte wiederholten, ihm unheimlich erschienen. Daraufhin versteckte sich Echo voller Kummer in eine Höhle und war bald – bis auf ihre Stimme – zu Stein verwandelt.

Narziss jedoch wurde für seine Hartherzigkeit von der Rachegöttin Nemesis bestraft, die den Wunsch der Nymphe vernommen hatte: “So mag lieben er selbst, so nie das Geliebte besitzen!”
Als er eines schönen Tages tief im Wald ausruhte, erblickte er im silbrig glänzenden Wasser einer Quelle sein Spiegelbild, in das er sich sofort unsterblich verliebte. Schließlich verzweifelte er an der Unerfüllbarkeit seiner Liebe und starb. Statt seines toten Körpers fand man neben der Quelle jedoch eine Blume: „safrangelb, um die Mitte besetzt mit schneeigen Blättern“ – eine Narzisse.

…spielt in unserem Garten

Blühende Narzissen im Frühling


Die uralte tragisch-schöne Sage kann auch einem modernen Garten klassischen Zauber verleihen: eine Gruppe von Narzissen – gepflanzt an einem kleinen Teich, einer Quelle oder ergänzt mit einer Wasserschale – erzählen ohne Worte die Geschichte einer Verwandlung aus Kummer und Liebe. Vielleicht versteckt sich in der Nähe ja sogar eine kleine steinerne Nymphe …

Alternativ könnte auch ein schöner Kieselstein mit einem passenden Zitat aus Ovid (z.B. „ so mag lieben er selbst,…“) zwischen den Narzissen liegen.

Die griechische Sage um Hyazinth…

verläuft für den Hauptdarsteller ebenfalls tragisch, inspirierte aber schon Mozart, der im Alter von 11 Jahren daraus ein Bühnenstück komponierte:

Der Gott Apoll verliebt sich in die schöne Königstochter Melia und schließt Freundschaft mit deren Bruder Hyazinth. Aber auch Zephyrus, ein guter Freund des Hyazinth, ist in Melia verliebt.
Von Eifersucht getrieben wirft Zephyrus einen Diskus auf Hyazinth, trifft ihn tödlich, behauptet aber, Apoll hätte den Diskus geschleudert. (Auf diese Weise hofft er, Melia zurückgewinnen zu können) Der sterbende Hyazinth verrät allerdings den wahren Täter.

Zornig verwandelt Apoll den eifersüchtigen Zephyrus in einen Wind und lässt ihn fortwehen.
Hyazinth hingegen verwandelt er nach dessen Tod in ein Blütenmeer aus leuchtenden Hyazinthen.

…berichtet vom Frühling

Hyazinthe auf der Fensterbank

Hyazinthen als Frühlingsboten


Tragisch aber wunderschön ist dieses Bild: Nach dem Sterben im Herbst, und nachdem sich der Wind verzogen hat, bringen bunte Blüten im Frühjahr das Leben zurück – das können sie auch in unseren Gärten.

Da aber Hyazinthen nicht nur wunderschön aussehen, sondern vor allem betörend duften, sollte man sie bevorzugt an eine Stelle pflanzen, an der man ihren Duft genießen kann – beispielsweise an einen sonnigen und windgeschützten Sitzplatz. (Schließlich hat ein Wind dem antiken Hyazinth auch kein Glück gebracht) Wenn dazu vielleicht sogar Mozarts Musik klingt, ist der dunkle Winter schnell vergessen!

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Maulwurfsgrillen – bequem und ungiftig bekämpfen!

Eine krebsartige, im bodenlebende Heuschrecke

Schädling im Garten

Erwachsene Maulwurfsgrille

Maulwurfsgrillen (Gryllotalpa gryllotalpa) manchmal auch Werren genannt, gehören zu den heimischen Heuschrecken. Die bis zu 10 Zentimeter großen Tiere sehen etwas unheimlich aus: krebsähnlicher behaarter gelb-brauner Körper, sowie große grabschaufelartige Vorderfüße. Sie sind draußen meist ab Mitte April aktiv und wie der Name ahnen lässt -unterirdisch! Maulwurfsgrillen lieben lockere, warme und etwas feuchte Erde. Die Tiere findet man daher häufig in Gemüsebeeten, im Rasen, sowie in Gewächshäusern. Dort legen sie, dicht unter der Oberfläche, ein weit verzweigtes Gang- und Kammersystem an. Das bleibt nicht ohne Folge: durch die starke Wühltätigkeit können sie ganze Beete und Neuanlagen ruinieren.

Nützlich aber auch schädlich

Schaden durch Schädling im Garten

Maulwurfsgrillenschaden an Süßkartoffeln

Zu sehen bekommt man diese bizarren Tiere nur selten. Tagsüber fressen sie in ihren Gängen und an die Oberfläche kommen sie meist nur in der Dämmerung. Maulwurfsgrillen sind eigentlich recht nützliche Tiere. Sie ernähren sich von Schädlingen wie Engerlingen, Drahtwürmern und Schnecken. Allerdings stehen – wenn reichlich vorhanden – auch junge Wurzeln, Knollen sowie die oberirdischen Teile von vielen Gemüsearten auf ihrem Speiseplan. An- und abgefressene Pflanzen sind daher typische Anzeichen eines Maulwurfsgrillenbefall. Treten sie zudem auch in größerer Zahl auf, wird eine Bekämpfung notwendig.

Hier werden ratlose Gärtner schon mal extrem

Maulwurfsgrillen sind mit herkömmlichen Mitteln nur schwer wieder loszuwerden. Da auch keine chemischen Mittel zugelassen sind, behelfen sich viele Hobbygärtner mit dem Eingießen von Geschirrspülmitteln oder Öl/Wasser-Gemischen in die Gänge. Manch einer greift in seiner Verzweiflung auch zu Bauschaum und Propangas. Aber auch das hilft wenig. Die gepanzerten Miniwühlmäuse sind ausgezeichnete Schwimmer und Läufer und reagieren auf die kleinsten Erschütterungen mit blitzartigem Bau von Fluchttunneln.

Abhilfe: Bekämpfungsmethode aus dem Gemüseanbau

Nematoden unter dem Mikroskop

SC-Nematoden (Mikroskopansicht)

Weit erfolgreicher und ungiftiger ist dagegen eine biologische Bekämpfungsmethode, die im professionellen Gemüseanbau Standard ist: gezüchtete SC-Nematoden als Maulwurfsgrillenjäger. Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer legen sich in den Gängen auf die Lauer. Ihr Ziel: auf vorbeilaufende Maulwurfsgrillen aufzuspringen, über die Atmungsöffnung in die Blutbahn vorzudringen und dort tödliche Bakterien abzugeben. Durch die Infektion verendet die Maulwurfsgrille innerhalb von 10 Tagen. Für Menschen, Tiere und Pflanzen sind diese Bakterien, wie auch die Nematoden dagegen völlig ungefährlich.

SC-Nematoden: Bequeme Bekämpfung mit der Gießkanne

Die Ausbringung der kleinen GSG 9 ist ungefährlich und einfach. Die Nematoden werden in Pulverform in einem Plastikbeutel per Post geliefert. Das Nematoden-Pulver wird in Wasser aufgelöst und, mit einer Gießkanne ausgebracht. Die kleinen Jäger sind etwas UV-empfindlich, die beste Bekämpfungszeit ist daher der frühen Morgen bzw. am Abend. Abgegossen werden damit alle Stellen, wo Maulwurfsgrillen aktiv sind bzw. waren. Mindestens zwei Wochen lang sollten die behandelten Flächen dann leicht feucht gehalten werden. Foto: Ausbringung der Nematoden mit einer Gießkanne

Nur die rechtzeitige Bekämpfung führt schnell zum Erfolg

Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz ist eine stundenweise Bodentemperatur von 12 Grad Celsius sowie der richtige Zeitpunkt. Die Nematoden sollten möglichst noch vor der Paarungszeit der Maulwurfsgrillen zum Einsatz kommen. Der ideale Zeitraum ist in der Regel von April bis Anfang Mai. Da die Tiere im Gewächshaus und Frühbeet früher erscheinen, kann dort der Nematodeneinsatz schon früher erfolgen. Wichtig: ein späterer Einsatz bis in den Juli hinein ist zwar möglich aber uneffektiv. Grund: die Behandlung mit Steinernema carpocapsae-Nematoden erzielt nur bei den erwachsenen Maulwurfsgrillen einen Wirkungsgrad von über 80 %. Bei den Larven dagegen ist die Wirkung sehr gering.

Bitte beachte:
Die Tiere können in warmen Gewächshäusern bald (Mitte bis Ende März) eingesetzt werden. Im Freiland dagegen wird der Einsatz voraussichtlich erst gegen Mitte April möglich sein. Faustregel: sobald die ersten Maulwurfsgrillen aktiv sind, kann in der Regel die Bekämpfung nach einigen Tagen starten. Falls Du Dir unsicher bist, kannst Du mir über meine Homepage (insekten-schuetzen-pflanzen.de) gerne Fragen stellen!

Die Nematoden gegen Maulwurfsgrillen kommen per Versand mit der Post. Sie müssen nicht sofort ausgebracht werden, sie sind vier Wochen lang gekühlt haltbar. Zwei Größen sind erhältlich: Eine kleine Packung für 20 qm Fläche, sowie die die große Packung für 100 qm.

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Gärtnern mit den Jahreszeiten

Der phänologische Kalender

Weil die Wetterlage und die Ausprägung der Jahreszeiten in den verschiedenen geografischen Regionen unterschiedlich ausfallen, kann man oft nicht mit normalen Kalenderdaten arbeiten, wenn es um die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes für bestimmte Tätigkeiten im Garten geht. Hier hilft der sogenannte (pflanzen-)phänologische Kalender.
Nach diesem Kalender werden die Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst noch einmal in drei Abschnitte eingeteilt, die sich an bestimmten periodisch wiederkehrenden Naturereignissen wie zum Beispiel am Blüh-, Reife- und Welkeverhalten bestimmter Zeigerpflanzen orientieren.
Diese Zeitpunkte sind von geografischer Lage, Pflanzenstandort (mit dem entsprechenden Kleinklima) und der Großwetterlage abhängig und verschieben sich deshalb von Region zu Region um einige Tage bis hin zu wenigen Wochen.

Phänologie im eigenen Garten

Phänologische Beobachtungen finden vorwiegend in der Landwirtschaft Anwendung. Doch auch für Hobbygärtner lohnt es sich, mit offenen Augen durch die ihn umgebende Natur zu gehen und auch den eigenen Garten genau zu beobachten. So wirst Du feststellen, dass es in Deinem Garten Zonen gibt, die sich besonders schnell erwärmen oder Zonen, in denen der Schnee länger liegt als in anderen Bereichen. Versuche regelmäßig Wetteraufzeichnungen zu machen, beobachte den Sonnenverlauf und Schattenbildung im Laufe des Gartenjahres und mache Dir hierzu Notizen. Wozu das alles? Aufzeichnungen dieser Art können Dir zum Beispiel helfen, in Deinem Garten den richtigen Standort für Deine Pflanzen zu finden oder aber den richtigen Zeitpunkt für Aussaat, Schnitt und andere Pflegearbeiten.

Vorfrühling und Erstfrühling

Es sind unter anderem die Blüten von Schneeglöckchen, Haselnuss, Vorfrühlingskrokussen und Winterlingen, die die Ankunft des Vorfrühlings anzeigen. Mit der Blüte von Salweide, Buschwindröschen, Forsythie und anderen wird der Erstfrühling eingeleitet. Neben der Aussaat von einjährigen Sommerblumen und Gemüse im Zimmer oder Gewächshaus sind es folgende Arbeiten, die jetzt im Garten zu erledigen sind.

Staudenbeete

Astern Garten Arbeit schneiden

Rückschnitt von Astern

Mit dem Schneiden der Gräser solltest Du nicht zu lange warten, um den neuen Austrieb nicht zu beschädigen. Auch beim Abschneiden alter Stängel an Stauden wie Sedum, Astern und Päonien solltest Du mit Vorsicht zu Werke gehen, die neuen Austriebe sind jetzt schon zu sehen und sollten nicht beschädigt werden.

Wenn Du Deine Beete im Herbst mit Laub bedeckt hast, kannst Du dieses (wenn die Laubdecke nicht zu dick ist) entweder liegen lassen und leicht in den Boden einharken oder entfernen und auf den Kompost geben. Erste Unkräuter solltest Du jetzt gleich beseitigen, sei vorsichtig, dass Du austreibende Stauden und Zwiebelpflanzen nicht beschädigst.

Der Erstfrühling ist die richtige Zeit, um Gräser und herbstblühende Stauden zu teilen oder zu verjüngen. Oft werden Stauden durch den Frost so an die Oberfläche gehoben, dass ein deutlicher Niveauunterschied zum Rest des Beetes entsteht. Drücke diese Stauden vorsichtig nach unten und tritt sie rundherum fest, damit wieder Bodenschluss entsteht.

Den Winterschutz frisch gepflanzter Stauden solltest Du nicht voreilig entfernen. Gerade jetzt ist der Unterschied von Tages- und Nachttemperaturen erheblich und kann junge Pflanzen besonders strapazieren. Deshalb kontrolliere den Winterschutz und lüfte, lockere oder reduziere ihn ein wenig, entferne ihn aber noch nicht vollständig.

Rosen

Das Gleiche gilt für im Herbst gepflanzte Rosen. Sie sollten in jedem Fall noch einige Zeit angehäufelt bleiben, um nicht vorzeitig auszutreiben. Diese frischen Rosen müssem ihre Kraft erst in die Wurzelbildung stecken, um dann neue Triebe auch versorgen zu können. Ganz besonders wichtig ist das für wurzelnackte Rosen, die jetzt im Vorfrühling gepflanzt werden. Sie müssen mehrere Wochen angehäufelt bleiben.

Öfterblühende Rosen werden im Frühjahr geschnitten. Der richtige Zeitpunkt ist hierfür ist der Erstfrühling, zu erkennen an der Forsythienblüte. Schneidest Du zu früh, kann es sein, dass der neue Austrieb erfriert und Du später noch einmal schneiden musst. Schwarze Triebe müssen komplett entfernt werden. Ist ein Trieb nur zur Hälfte schwarz, das Mark in dem scheinbar noch gesunden Triebteil aber schon braun, sollte ebenfalls komplett gekürzt werden.

Sonne und Wind

Austrocknenden Frühjahrswinde und stärker werdende Sonneneinstrahlung sind besonders für immergrüne, aber auch für andere schon stärker ausgetrieben Pflanzen gefährlich, da der Boden oft noch gefroren und so den Pflanzen keine Wasseraufnahme möglich ist. Deshalb solltest Du an besonders exponierten Standorten für Beschattung beziehungsweise Windschutz durch Reisig oder Schilfmatten sorgen.

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Zitronenmelisse – die beliebte Heil- und Gewürzpflanze

Anbau und Pflege von Zitronenmelisse

Boden

Melisse ist eine genügsame Pflanze, sie wächst am liebsten auf durchlässigem, humusreichem Boden, welcher feucht und sandig bis lehmig sein kann. Günstig für den Anbau sind zudem windgeschützte Standorte.

Das Kraut braucht Sonne und Wärme, durch das Sonnenlicht steigert sich der Anteil der ätherischen Öle und die Pflanze gedeiht üppig. Sie ist mehrjährig und kann im Winter durch Abdeckung mit Reisig vor Frost geschützt werden.

Die Düngung wird mit leichtem Humus vorgenommen, der Boden darf nur vorsichtig geharkt werden, da die Pflanze Flachwurzeln bildet.

Anbau

Rascher Wuchs und üppiges Gedeihen an geeigneten Standorten zeichnen die Heilpflanze aus, wird sie im Herbst nicht zurückgeschnitten, kann sie regelrecht wuchern. Höhenwachstum bis zu einem Meter und mehr ist möglich.

Die Vermehrung nimmt der Gärtner durch Keimung von Samen und Auspflanzen von Jungpflanzen vor, ebenso kann Wurzelteilung erfolgen. Bei der Anzucht von Samen ist die Vorkeimung in Töpfen, im Gewächshaus oder Frühbeet sinnvoll.

Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt, da das Kraut ein Lichtkeimer ist. Es gibt verschiedene Arten von Melisse, Unterschiede machen sich in der Blatt- und Blütenfarbe und dem Gehalt an ätherischen Ölen bemerkbar.

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Anpflanzen

Die Anzucht dauert etwa 30 Tage, die Stecklinge werden ab Mai im Abstand von 30 Zentimetern ausgebracht. Danach benötigt die Melisse regelmäßige Bewässerung und wenig Düngung mit etwas Humus, gesonderte Düngung ist nicht zu empfehlen.

Zitronenmelisse eignet sich auch sehr gut als Kübelpflanze. Im Juni und im September können die Jungtriebe zurückgeschnitten werden, so wächst die Pflanze buschiger und bleibt niedrig. Im Herbst sollte dann ein Rückschnitt für den Winter vorgenommen werden.

Ernte

Die Blütezeit der Melisse dauert von Juni bis August, in dieser Zeit ist die Anziehungskraft für Bienen stark. Die Pflanze wird aber am besten kurz vor der Blütezeit geerntet, daher sollte der Gärtner freundlicherweise immer einige Pflanzen für die Bienen übrig lassen.

Zur frischen Verwendung können Blätter während des ganzen Sommers gepflückt werden. Die zerriebenen Blätter duften leicht zitronenartig, sie enthalten das ätherische Öl, welches der Hauptwirkstoff der Zitronenmelisse ist.

Geerntet werden als Bestandteile die Blätter der Pflanze, sie werden mit Wasser gereinigt und können dann getrocknet, tiefgefroren oder auf sonstige Art weiterverarbeitet werden.

Melisse als Heilpflanze

Tee aus Zitronenmelisse

Tee aus Zitronenmelisse

Die Blätter der Melisse werden nach der Reinigung sorgfältig und lichtgeschützt getrocknet, danach können sie zur Zubereitung von Tee verwendet werden. In der Naturheilkunde werden auch alkoholische Auszüge und Extrakte aus Zitronenmelisse hergestellt.

Besonders hervorragend ist die beruhigende und krampflösende Wirkung von Melisse. Sie eignet sich zur Einschlafhilfe, besonders hat sich die Kombination mit Baldrian und Hopfen dazu bewährt.

Zitronenmelisse ist nützlich zur Regulierung der Verdauung und wirkt antibakteriell, die Verwendung erstreckt sich daher auch auf die Magen-Darm Behandlung und dient der Kreislaufregulation. Einen Unterschied von Melisse und Zitronenmelisse gibt es nicht, es existieren lediglich zwei Namen für die gleiche Pflanze.

Melisse als Küchenkraut

In der anspruchsvollen Küche wird Zitronenmelisse als Gewürz verwendet, frisch eignet sie sich zur Beigabe an grüne Salate, Kräutersuppen und -soßen und Fruchtsuppen. Auch Fleisch- und Fischgerichte werden durch die Zufügung von frischer, gehackter Zitronenmelisse mit einem leicht zitrusartigen Aroma verfeinert.

Das Einlegen mit sauren Gurken oder die Herstellung von Kräuteressig sind schnelle Methoden, um Melisse zu verarbeiten. Zitronenmelisse kann aber auch einfach gewaschen und abgetrocknet, portioniert und tiefgekühlt werden. So bleibt die Frische der Blätter lange verfügbar.

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Gartenkalender – Oktober 2011

Allgemeine Gartenarbeiten

  • Laub entsorgen
  • Viel Laub fällt im Herbst an und muss zumindest vom Rasen verschwinden. Bleibt es nämlich über den Winter dort liegen, verrottet der Rasen darunter. Ebenfalls sollte man die Oberseite von Hecken vom Laub befreien.

  • Winterharte Pflanzen auf den Winter vorbereiten, indem Sie sie zurückschneiden und, wenn nötig, Winterschutz anbringen.
  • Sammeln Sie abgefallenes Laub, um Ihre Pflanzen, Rosen und Sträucher damit zu schützen. Eine circa 10 Zentimeter dicke Lage ist ausreichend, um den Wurzelballen zu schützen.

Obstgarten

Neben der Ernte von Äpfeln, Birnen und Nüssen stehen die ersten Schnittmaßnahmen der beginnenden Baumschnittsaison auf dem Programm. Aber auch folgende Arbeiten sollten erledigt werden.

  • Kiwis anpflanzen
  • Um Kiwis ernten zu können, müssen Sie normalerweise sowohl eine weibliche als auch eine männliche Pflanze nebeneinander pflanzen.

  • Erntezeit
  • Es ist immer noch Erntezeit für Äpfel, Birnen und einige späte Pflaumen. Sammeln Sie Fallobst sofort auf, um Schimmelbildung und die dadurch verursachten Krankheiten zu verhindern. Bewahren Sie die Früchte auf einem etwas dunklen, kühlen Platz auf.

Gemüsegarten

Jetzt wird geerntet, abgeräumt, und die Beete werden winterfest gemacht. Auch sonst sollte man an einiges denken.

  • Unkraut zupfen im Gemüsebeet
  • Die Saat von Spinat, Feldsalat und Winterkopfsalat ist aufgegangen. Unkraut, das sich zwischen den Sämlingen ausgesät hat, sollte man jetzt nur noch zupfen. Mit der Hacke würde man die Gemüsepflänzchen verletzen.

  • Was geerntet wird, was stehen bleibt
  • Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sind sehr kälteempfindlich. Deswegen müssen sie noch vor den ersten Frösten geerntet werden. Ausgewachsene Tomaten, die noch grün sind, können Sie meist ohne Probleme noch im Haus nachreifen lassen. Andere Gemüsearten wie Möhren, Sellerie und viele Kohlarten sind robuster und vertragen ohne weiteres Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Oft brauchen sie sogar noch einige Wochen, bevor sie richtig reif sind.

Ziergarten

Jetzt ist die beste Zeit, um neue Stauden und Gehölze zu pflanzen. Was sonst noch ansteht, lesen Sie hier.

  • Stauden- und Gehölzschnitt
  • Verwelkte Stauden werden zurückgeschnitten, damit sie über den Winter nicht faulen. Wuchernde Sträucher und Gehölze werden (bis auf die Frühjahrsblüher) bedeutend gekürzt, damit sie Licht, Luft und Form erhalten.

  • Rosenschnitt
  • Rosen können, sofern es keine strengen Fröste gibt, bis weit in den Winter blühen. Der Rosen-Herbstschnitt ist also erst nötig, wenn es richtig kalt wird. Das könnte im Oktober schon so weit sein. Wenn nicht, beschränken Sie sich darauf, wie gewohnt nur die verblühten Rosen abzuschneiden.

  • Baumfällarbeiten
  • Bäume dürfen nach vielen Naturschutzgesetzen ab Oktober (bis Ende Februar) gefällt werden. In vielen Städten und Gemeinden bestehen Baumschutzsatzungen oder vergleichbare Verordnungen. Informieren Sie sich deshalb jetzt bei dem für Sie zuständigen Umwelt- oder Grünflächenamt, welche Gehölze geschützt sind und ob Ersatzpflanzungen vorgenommen werden müssen.

Gartenteich

  • Pflegemaßnahmen
  • Um Bodenübersäuerung während der Wintermonate zu verhindern und um Algenbildung im zeitigen Frühjahr zuvorzukommen, ist es wichtig, dass im Herbst eine Großreinigung im Teich stattfindet. Abgestorbene Pflanzenteile und Blätter müssen entfernt werden.
    Achten Sie vor allen Dingen gut auf den Grund des Teiches. Wenn viel Bodensatz von halbzersetztem, organischen Material auf dem Grund liegt, müssen Sie diesen auch entfernen.

  • Teichpflanzen
  • Viele Teichpflanzen, wie Muschelpflanzen und Wasserhyazinthen müssen herein geholt werden. Sie können sie gut in einem Aquarium oder in einer geräumigen, mit Wasser gefüllten, Schale überwintern. Die Pflanzen benötigen auf jeden Fall ausreichendes Licht.

Pflanze des Monats

  • Herbstanemone
  • Herbstanemone

    Herbstanamone


    Wenn der Sommer sich verabschiedet und die Tage länger werden, wartet die Herbstanemone noch einmal mit einer üppigen Blütenpracht auf. So hat man im Herbst noch einmal richtig Farbe im Garten, während sich die meisten Pflanzen schon langsam auf den Winter vorbereiten. Am besten pflanzen Sie die Herbstanemone an einem halbschattigen Platz auf einem nährstoffreichen, feuchten Boden. Vermeiden Sie Staunässe, da sonst leicht Fäulnis eintritt. Von September bis Oktober sprießen aus den langen Blütenstielen Rispen mit bis zu 15 Blüten, die aus 5, manchmal auch 6 Blütenblättern bestehen. Die Blüten werden 5-6 cm groß. Die Farbpalette reicht je nach Sorte von weiß über rosa bis purpurrot.

Tipp des Monats

  • Knoblauch pflanzen
  • Dass der Garten einem das ganze Jahr hindurch begleitet, sieht man am Beispiel des Knoblauchs, der im Herbst Anfang bis Mitte Oktober gesteckt wird. Während das letztes Obst und Gemüse geerntet wurde, sorgt der Gärtner bereits für das kommende Jahr vor und pflanzt Knoblauchzehen. Die Zehen setzt man in Reihe mit einem Abstand von circa 10 Zentimeter und steckt sie in etwa 5 bis 7 Zentimeter tief in die feuchte Erde. Der Knoblauch überwintert ohne Schaden zu nehmen im Boden. Man sollte jedoch keinen Knoblauch pflanzen, den man im Gemüsegeschäft erhält, da dieser die tiefen Temperaturen nicht übersteht. Im Frühling treibt der Knoblauch aus und kann Ende Juli bis Mitte August geerntet werden.
    Wichtig ist, dass der Knoblauch nicht zu spät gesteckt wird. Anfang Oktober ist hierfür die Beste Zeit, da es Ende Oktober schon zum Wintereinbruch kommen kann.

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